Kurz nach meiner Rückkehr von einer äußerst faszinierenden, dreiwöchigen Russlandreise, die mich nach Moskau, Nischnij Nowgorod und Susdal führte, hatte ich im Kontrafunk-Interview Gelegenheit, meine Eindrücke zu schildern. Auf der „Achse des Guten“ erscheint demnächst zudem mein Tagebuch „Russland im Jahre 2026“. Kurz zusammengefasst: Russland ist selbst in diesen so außergewöhnlichen wie bedrohlichen Zeiten weitaus „normaler“ als man es uns im medialen Mainstream und von Seiten der Bundesregierung weismachen will. Kein abgeschotteter, rückständiger „Terrorstaat“, sondern ein modernes Land mit aufgeschlossenen, gebildeten Bürgern, die nach meinem Befinden nach wie vor über beträchtliche Freiheitsräume verfügen. Die einstige Bewunderung der Russen, was deutsche Kultur, Fleiß und Ordnungsliebe angeht, mag zwar mittlerweile gelitten haben, doch ich hörte auch in diesen Tagen nie ein abfälliges Wort über die Deutschen. Leider wird es den Bürger heute sehr schwer gemacht, sich selbst ein Bild von unserem großen Nachbarn zu machen, der nach einem Diktum des Bundeswehrgenerals a.D. Harald Kujat nicht von der Landkarte verschwinden wird, egal wie der Krieg in der Ukraine ausgehen wird.