Georg Etscheit

Weigers Abschied

Umweltschützer verfügen gemeinhin über ein hohes Selbstbewusstsein. Schließlich wähnen sie sich immer auf der Seite der Guten. Kämpfen sie nicht für nichts weniger als die Rettung der Welt? Doch in Zeiten der sogenannten Energiewende mit Windradhorror, Solarpark-Wahnsinn und Biomais-Wüsten haben sich die Verhältnisse geändert. Ganz neue Fronten zeigen sich in der deutschen Umweltszene des Jahres 2018.

 

Wie am Samstag, 28.4. in Eichstätt, als rund 100 von Windkraft geschädigte Menschen und Kritiker der Energiewende, wie sie gerade in Deutschland zu Lasten von Mensch und Natur und mit tatkräftigster Beihilfe von Traditionsumweltverbänden wie dem Bund Naturschutz in Bayern (BN) exekutiert wird,  gegen die selbst ernannten Weltenretter und für die Beibehaltung der nur in Bayern gültigen 10H-Abstandsregelung für Windkraftwerke demonstrierten: lautstark mit gellenden Pfiffen, Sprechchören (Ohne 10H – Heimat  am A…“), Plakaten und Spruchbändern. Anlass war die Verabschiedung von Prof. Hubert Weiger als langjährigem BN-Chef im Rahmen der alljährlichen Delegiertenversammlung des Verbandes. weiterlesen

BR-Umweltmagazin „Unkraut“ zu Greenwashing

 

Das traditionsreiche Umweltmagazin „Unkraut“ des Bayerischen Fernsehens berichtete in seiner Sendung vom 27. März 2018 über das allgegenwärtige Thema Greenwashing, also über all die grünen Halbwahrheiten und Lügen, die von Wirtschaftsunternehmen, Lobbyisten und Politikern immer schamloser verbreitet werden. Den unbedarften Konsumenten soll auf diese Weise suggeriert werden, unsere Gesellschaft sei auf dem besten Weg, ökologisch und nachhaltig zu werden. Und dass fast ohne grundlegende (und schmerzhafte) Änderungen in Wirtschaftssystem und Konsumverhalten. Dabei war es um den Zustand der Umwelt, national, europa- und weltweit wohl noch nie so schlecht bestellt wie heute. In dem Beitrag konnte ich als gelegentlicher Mitarbeiter des investigativen, journalistischen Formats „Lügendetektor“ auf den Seiten von klimaretter.info, das sich der Aufdeckung von Greenwashing widmet, ein wenig „aus dem Nähkästchen“ plaudern.

Wird auch der Hochschwarzwald dem Windwahn geopfert?

Die rasche Einführung einer 10H-Abstandsregelung nach bayerischem Vorbild zum Schutz der Bürger vor den negativen Auswirkungen von Windkraftanlagen war die Kernforderung einer Informationsveranstaltung am 16. November in Titisee-Neustadt im Hochschwarzwald. Eingeladen hatte die Bürgerinitiative zum Schutz des Hochschwarzwaldes e.V. , die derzeit gegen ein Dutzend Windräder im Umkreis von Titisee-Neustadt kämpft. Sie würden den landschaftlich und ökologisch bedeutenden Hochschwarzwald, eine traditionsreiche Touristendestination, an einer empfindlichen Stelle tangieren und wären Vorboten einer tiefgreifenden Industrialisierung dieser wertvollen Naturregion.  Als Autor von „Geopferte Landschaften“ hatte ich selbst Gelegenheit, zu den etwa 70 Besuchern der Informationsveranstaltung im Kurhaus von Titisee zu sprechen. Prof. Werner Roos, eine der treibenden Kräfte der Bürgerinitiative, befasste sich vor allem mit den gesundheitlichen Gefahren, die von den monströsen Windrädern ausgehen können, vor allem dem Infraschall, der von etwa einem Drittel der Betroffenen als störend empfunden wird und zu gravierenden Krankheitssymptomen führen kann. Fast alle Anwesenden unterzeichneten laut einem Bericht der Badischen Zeitung einen Aufruf an den regionalen Planungsverband und forderte die Bürgermeister auf, sich ihrer Verantwortung für die Gesundheit der Bürger zu stellen. Dafür sollen sie sich die Forderung des Gemeinderates von Titisee-Neustadt zu eigen machen, der einen Abstand von der zehnfachen Höhe einer Windkraftanlage zur nächsten Wohnsiedlung reklamiert.

Viel Spaß beim Lesen!

Wenn es um die „Energiewende“ geht, passt kein Blatt zwischen die etablierten Parteien. CDU, SPD, Linke, natürlich die Grünen und sogar Teile der CSU sind infiltriert vom pseudo-ökologischen Zeitgeist, der unser Natur, unsere Landschaften und unsere Wirtschaft ruiniert. Neben der AfD, die generell die Existenz des von Menschen verstärkten Klimawandels bezweifelt, setzt sich nur die FDP dafür ein, die Energiewende, wie sie derzeit exekutiert wird, grundsätzlich zu hinterfragen. Dass es der immer noch durch und durch neoliberale Partei dabei in erster Linie um bedrohte Vögel und die Schönheit unserer Kulturlandschaften geht, darf bezweifelt werde. Die wieder erstarkten Freidemokraten zielen wohl vor allem auf die ökonomischen  Absurditäten der „Energiewende“ und den Milliarden schweren Subventionszirkus, der zu absurden Fehlsteuerungen geführt hat. Dabei zeigt sich die Partei allerdings flexibel. weiterlesen

Macht geht vor Schwarzwald-Idyll

Von links nach rechts: Kurt Kalmbach, contra windrad alpirsbach, CDU-Stadtverbandsvorsitzende Maria Klink, der Autor, CDU-MdL Norbert Beck.

 

Noch sieht es rund um Alpirsbach im mittleren Schwarzwald so aus, wie es im Schwarzwald aussehen sollte: dunkle Wälder, vorzugsweise artenreiche Plenterwälder mit Tannen als wichtigster Baumart, alte Schwarzwälder Bauernhäuser mit ihren charakteristischen, tief herabgezogenen Dächern, grüne Wiesen, auf denen Vieh grast, recht unberührte Täler mit sauberen Bächen und kleinen Flüssen. Doch lange wird man dieses Idyll wohl nicht mehr genießen können, denn auch hier, nur einen Steinwurf entfernt vom brandneuen Schwarzwald-Nationalpark, sind vielerorts Windkraftwerke geplant, manchen schon in Betrieb. In Apirsbach kämpft die Interessengemeinschaft (IG) contra widrad Alpirsbach gegen Windmühlen die in die wertvollen Plenterwälder geschlagen werden sollen. weiterlesen