Elektroschrott in der Landschaft

Der Berliner Radiosender Sputnik Deutschland, ein deutschsprachiger Ableger des staatlichen russischen Medienkonzerns Rossija Sewodnja,  hat ein Feature zur deutschen Energiewende und zum Ausbau der Windkraft verbreitet. Titel: Energie der Zukunft oder teure Landschaftszerstörung? Darin finden sich Interviewäußerungen von mir sowie ein Verweis auf das von mir herausgegebene Buch „Geopferte Landschaften“.  Aktueller Anlass des Beitrags ist das Auslaufen der Förderung zahlreicher Windkraftanlagen nach dem Erneuerbare Energien Gesetz ab 2020 und die Befürchtung, dass viele Altanlagen bald als nutzloser Elektroschrott in unserer Landschaften herumstehen werden.

Enoch zu Guttenberg (†71)

 

Gottesnarr: Enoch zu Guttenberg in früheren Jahren mit seinen beiden Söhnen Karl-Theodor und Philipp.

Die Nachricht vom Tode Enoch zu Guttenbergs hat mich zutiefst getroffen. Meine Trauer ist grenzenlos. Er war nicht nur ein ganz großer Musiker, er war auch ein wirklicher Naturschützer und, vor allem, ein echter Freund, beinahe so etwas wie ein Bruder. Es war mir eine Ehre, von ihm als Freund tituliert zu werden, auch wenn er selbst darin niemals eine Ehre sehen wollte. Hier meine ganz persönlichen Nachrufe auf dem Umwelt-Watchblog des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) und aus der Münchner Abendzeitung.

 

 

Weigers Abschied

Umweltschützer verfügen gemeinhin über ein hohes Selbstbewusstsein. Schließlich wähnen sie sich immer auf der Seite der Guten. Kämpfen sie nicht für nichts weniger als die Rettung der Welt? Doch in Zeiten der sogenannten Energiewende mit Windradhorror, Solarpark-Wahnsinn und Biomais-Wüsten haben sich die Verhältnisse geändert. Ganz neue Fronten zeigen sich in der deutschen Umweltszene des Jahres 2018.

 

Wie am Samstag, 28.4. in Eichstätt, als rund 100 von Windkraft geschädigte Menschen und Kritiker der Energiewende, wie sie gerade in Deutschland zu Lasten von Mensch und Natur und mit tatkräftigster Beihilfe von Traditionsumweltverbänden wie dem Bund Naturschutz in Bayern (BN) exekutiert wird,  gegen die selbst ernannten Weltenretter und für die Beibehaltung der nur in Bayern gültigen 10H-Abstandsregelung für Windkraftwerke demonstrierten: lautstark mit gellenden Pfiffen, Sprechchören (Ohne 10H – Heimat  am A…“), Plakaten und Spruchbändern. Anlass war die Verabschiedung von Prof. Hubert Weiger als langjährigem BN-Chef im Rahmen der alljährlichen Delegiertenversammlung des Verbandes. weiterlesen

BR-Umweltmagazin „Unkraut“ zu Greenwashing

 

Das traditionsreiche Umweltmagazin „Unkraut“ des Bayerischen Fernsehens berichtete in seiner Sendung vom 27. März 2018 über das allgegenwärtige Thema Greenwashing, also über all die grünen Halbwahrheiten und Lügen, die von Wirtschaftsunternehmen, Lobbyisten und Politikern immer schamloser verbreitet werden. Den unbedarften Konsumenten soll auf diese Weise suggeriert werden, unsere Gesellschaft sei auf dem besten Weg, ökologisch und nachhaltig zu werden. Und dass fast ohne grundlegende (und schmerzhafte) Änderungen in Wirtschaftssystem und Konsumverhalten. Dabei war es um den Zustand der Umwelt, national, europa- und weltweit wohl noch nie so schlecht bestellt wie heute. In dem Beitrag konnte ich als gelegentlicher Mitarbeiter des investigativen, journalistischen Formats „Lügendetektor“ auf den Seiten von klimaretter.info, das sich der Aufdeckung von Greenwashing widmet, ein wenig „aus dem Nähkästchen“ plaudern.

Wird auch der Hochschwarzwald dem Windwahn geopfert?

Die rasche Einführung einer 10H-Abstandsregelung nach bayerischem Vorbild zum Schutz der Bürger vor den negativen Auswirkungen von Windkraftanlagen war die Kernforderung einer Informationsveranstaltung am 16. November in Titisee-Neustadt im Hochschwarzwald. Eingeladen hatte die Bürgerinitiative zum Schutz des Hochschwarzwaldes e.V. , die derzeit gegen ein Dutzend Windräder im Umkreis von Titisee-Neustadt kämpft. Sie würden den landschaftlich und ökologisch bedeutenden Hochschwarzwald, eine traditionsreiche Touristendestination, an einer empfindlichen Stelle tangieren und wären Vorboten einer tiefgreifenden Industrialisierung dieser wertvollen Naturregion.  Als Autor von „Geopferte Landschaften“ hatte ich selbst Gelegenheit, zu den etwa 70 Besuchern der Informationsveranstaltung im Kurhaus von Titisee zu sprechen. Prof. Werner Roos, eine der treibenden Kräfte der Bürgerinitiative, befasste sich vor allem mit den gesundheitlichen Gefahren, die von den monströsen Windrädern ausgehen können, vor allem dem Infraschall, der von etwa einem Drittel der Betroffenen als störend empfunden wird und zu gravierenden Krankheitssymptomen führen kann. Fast alle Anwesenden unterzeichneten laut einem Bericht der Badischen Zeitung einen Aufruf an den regionalen Planungsverband und forderte die Bürgermeister auf, sich ihrer Verantwortung für die Gesundheit der Bürger zu stellen. Dafür sollen sie sich die Forderung des Gemeinderates von Titisee-Neustadt zu eigen machen, der einen Abstand von der zehnfachen Höhe einer Windkraftanlage zur nächsten Wohnsiedlung reklamiert.